Die Filialkirche zum Heiligen Nikolaus stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und wurde ursprünglich im gotischen Stil errichtet. Bedingt durch ihre Lage - genau an der ehemaligen Grenze zwischen Österreich und Bayern - hat die Kirche eine sehr wechselvolle und teils bewegte Geschichte.
In den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs hatte Kaiser Ferdinand II. das Land ob der Enns 1620 seinem Verbündeten Maximilian I. von Bayern als Kriegsentschädigung verpfändet. Als dieser am 3. Juli 1620 mit seinen Truppen einmarschierte, widersetzten sich die Bauern und läuteten mit den Glocken von St. Nikola Sturm. Daraufhin zerstörten die bayerischen Truppen - neben 118 anderen Gebäuden - die Kirche zur Gänze, nur die Grundmauern blieben stehen.
1973 wurde ein Arbeitsausschuss gegründet, der die Restaurierung des Kirchleins übernahm. Wieder übernahm die Bevölkerung einen wesentlichen Teil und bis 1979 wurde St. Nikola von Grund auf saniert. Die Kosten beliefen sich auf 1,2 Millionen Schilling.
Die Kirche ist einschiffig und dreijochig, das Joch gegen Westen hin ist verbreitert. Der Hochaltar wurde um 1700 geschaffen, das Altarbild des Heiligen Nikolaus aus dem Jahr 1862 stammt von Franz Straußenberger aus Ried im Innkreis. Das Altarbild säumen der Heilige Wolfgang und Maria Magdalena mit dem Heiligen Severin. Am Aufsatz sind Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist dargestellt, an den beiden Seitentüren Petrus und Paulus.
Vor der Kirche befindet sich ein mächtiger Block aus Quarzitkonglomerat - hier „Wildlingstein" oder „Limberiga Wüdling" (vom Limberg abgeleitet) genannt. Es ist überliefert, dass der Stein früher als Augenbründl diente.
|